Verwaltung und Wartung von Endgeräten: „Mein Tablet sagt, es braucht ein Update!” - Die Schulwerkstatt

Verwaltung und Wartung von Endgeräten: „Mein Tablet sagt, es braucht ein Update!”

Die Geräte sind da – und jetzt?

Häufig fragen uns Lehrkräfte, wie es weitergeht, wenn Hard- und Software einmal angeschafft sind. Denn Schulserver, PCs und Tablets bereitzustellen, ist das eine, diese zu warten und zu verwalten jedoch eine andere Sache: Was wird aus den Geräten, wenn Probleme auftreten? Wer aktualisiert das Betriebssystem von einem Klassensatz iPads, bespielt diese mit Apps und wie kann dies zeitsparend gelingen?

Auch hierfür gibt es clevere Lösungen, die Lehrerinnen und Lehrern den Schulalltag erleichtern. Einige durften wir auf dem Let’s Talk Meetup „Apropos Digitalpakt: Wie verwaltet man eigentlich die Geräte?” kennenlernen.

Bring Your Own Device – vorhandene Potentiale nutzen

Zunächst warf Oliver Laux von SmartLearn die Frage auf, ob es zwingend notwendig ist, einen Klassensatz von Smartphones oder Tablets anzuschaffen. Schließlich verfügt fast jede*r Schüler*in über ein Smartphone. Wäre es nicht sinnvoll, dieses Potential zu nutzen und die Geräte der Schüler*innen – auch im Zeichen der Nachhaltigkeit – im Unterricht einzusetzen? Diese Idee ist nicht neu und wird als Bring Your Own Device (BYOD) bezeichnet. Neu ist hingegen die von SmartLearn entwickelte Smartphone- und Tablet-App. Diese ermöglicht Lehrpersonen, den Gebrauch von mobilen Geräten im Unterricht zu regulieren.

Natürlich können die Lehrenden mit Hilfe der App die Schüler*innengeräte nicht steuern oder sperren, was bereits aus rechtlichen Gründen nicht gestattet wäre. Die Lehrkraft formuliert stattdessen eine Regel, die festlegt, welche Anwendungen die Schülerinnen und Schüler nutzen dürfen. Verletzt ein*e Schüler*in diese Regel, wird er*sie dem*der Lehrer*in auf seinem*ihrem Gerät in rot (anstelle von grün) angezeigt. Schaut ein*e Schüler*in beispielsweise YouTube-Videos oder ist auf Facebook unterwegs, anstelle Aufgaben in einer Mathematik-App zu lösen, wird dies der Lehrkraft als Regelverletzung angezeigt. Sie erfährt jedoch nicht, welche Anwendung der*die Schüler*in konkret nutzt.

Zeitgemäße Tabletverwaltung

Auch BYOD löst nicht alle Probleme, sondern kann eine Säule einer erfolgreichen digitalen Medienbildung sein. Allerdings ist die Anschaffung von Tablets und weiteren Geräten nur dann sinnvoll, wenn diese auch betriebsbereit gehalten werden. Zwei Alternativen hierfür stellten Sebastian Kubas von SBE networks (logoDIDACT) und Sandra Ricker von Edulektra (Zuludesk) vor. Beide bieten eine für die Bedürfnisse von Lehrkräften geschaffene Benutzeroberfläche und erlauben es, Tablets individuell, klassenweise oder global zu verwalten. So kann ein*eine Lehrer*in beispielsweise mehrere Tablets zu einer Klasse oder Gruppe zusammenfassen und auf all diesen Tablets die Installation eines Updates oder einer App zentral veranlassen. Dies kann zum Beispiel über einen Mac mini geschehen.

Im Hinblick auf die Frage, welche Tabletanbieter empfehlenswert seien, sprachen sich sowohl Herr Kubas als auch Frau Ricker für iPads aus. Zum einen biete der App Store von Apple deutlich mehr digitale Lernangebote als der Google Play Store. Darüber hinaus stelle Apple mit dem School Manager eine leistungsstarke Grundlage für ein digitales Klassenzimmer. Aus eben diesen Gründen wird Zuludesk auch lediglich für macOS/iOS angeboten.

Ob Smartphones, Tablets oder PCs – alle sind ohne regelmäßige Wartung und Verwaltung nicht zielorientiert und effektiv einsetzbar. SmartLearn, logoDIDACT und Zuludesk zeigen, wie dies für Smartphones bzw. Tablets gelingen kann. Gleichzeitig machen sie deutlich, dass die Verwaltung von Endgeräten nicht zwangsläufig in die Hand Externer gegeben werden muss.